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-> 25 Jahre Partnerschaft: Jahr der Schöpfung
Verantwortung für die Schöpfung
- ein Motto wird konkret
Die Peru-Partnerschaft der Erzdiözese Freiburg feiert 25 jähriges Jubiläum. Die peruanische Kirche hat das Jubiläumsjahr übertitelt „Año Jubilar para proteger los bienes de la creación“. Laut
dem „Tyndall Centre for Climate Change Research“ steht Peru nach Honduras und
Bangladesh weltweit an dritter Stelle, was den Grad der Verwundbarkeit durch
den Klimawandel betrifft. Obwohl der Anteil Perus an den klimaschädlichen
Treibhausgasen, die weltweit erzeugt werden, nur 0,4% beträgt, wird das Land
sehr unter den negativen Folgen des Klimawandels zu leiden haben. Die Zeichen der Zeit zu erkennen und in Solidarität mit unseren Partnern in Peru zu leben, bedeutet einen einfacheren, klimaschonenderen Lebensstil zu entwickeln und sich für die Förderung und Nutzung regenerativer Energien und für Umweltprojekte stark zu machen. So forderte es Bischof Erzbischof Pedro Barreto aus Peru in beeindruckenden Worten bei einer Tagung zur Zukunft der Partnertschaft in der katholischen Akademie Freiburg am 1./2. Juli 2011.
Die komplette Rede von Erzbischof Barreto kann als pdf zugeschickt werden.
Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung in Peru
Peru hat ein sehr großes Potential zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung. Hierbei ist insbesondere die im Vergleich zu Deutschland doppelt so hohe solare Einstrahlung, das große Wasserkraftpotential in den Anden und windreiche Küstengebiete im Norden und Süden Perus zu erwähnen. Der Strombedarf betrug 2009 33TSD GWh, also ca. 5-6% des deutschen Strombedarfs von 579 GWh, allerdings steigt er analog zum Bruttoinlandsprodukt um jährlich ca. 6% an. Ca. 50% des peruanischen Strombedarfs wird durch Wasserkraft gedeckt, der aktuelle Zubau an Kraftwerkskapazität erfolgt meist durch Gaskraftwerke. Durch die Förderung von Erneuerbaren Energien einschließlich kleiner Wasserkraft bis 20MW und den Aufbau eines nationalen Verteilnetzes soll der Anteil von regenerativ erzeugten Strom wieder erhöht werden, um das dadurch gesparte Gas eventuell exportieren zu können. Große Wasserkraftwerke (auch zum Stromexport in Nachbarländer) sind ebenfalls in Planung, allerdings bedingen sie massive Eingriffe in die Natur und Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung, weshalb sie auf großen Widerstand stoßen. Aber auch ohne diese Großkraftwerke kann eine 100% regenerative Versorgung mit elektrischer Energie aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen gelingen, sie ist dort mehr eine wirtschaftliche und politische als eine technische Frage.
Felix Kammerer zum Vortrag über erneuerbare Energien in Peru von Dr. Martin Pehnt (Institut für Energie-und Umweltforschung Heidelberg). Der Vortrag wurde am 1.April 2011 in Stuttgart gehalten.
Gedanken zum Seminar "Energiehunger im Norden - Folgen für Klima, Regenwald und Ernährung in Peru"
... Die Energiewirtschaft des Nordens hat weitreichende
Folgen für die Länder Lateinamerikas. Warum ist das so? Die Ölförderung ist für große
Umweltschäden verantwortlich, der Zuckerrohranbau zieht Land- und Wasserprobleme
nach sich.
... Die Förderung erneuerbarer Engergien ist natürlich
wünschenswert, jedoch sollte sie auch sozial gerecht durchgeführt werden, so dass
die Bevölkerung in ökologisch sensiblen Regionen, wie in den Anden und im
Regenwald, nicht benachteiligt wird. Deshalb gilt oft der Grundsatz, viele kleine Anlagen sind einer großen Anlage zu bevorzugen.
... In erster Linie ist eine politische Bildung für die
indigene Bevölkerung wichtig, um sie auf ihre Rechte aufmerksam zu machen: im
Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe. Die peruanische Regierung unterstützt
tendenziell die wirtschaftlichen Sektoren (oft transnationale Unternehmen, die
es mit den Menschenrechten und den Umweltauflagen nicht immer so ernst
nehmen) und widersetzt sich oft genug der Landrechte!
... Doch trotz dieser Hilfe liegt es an uns, ein
Umweltmanagement im Kleinen an den Tag zu legen. Ich persönlich sollte mein
Energieverhalten verändern, um den Klimawandel nicht voranzutreiben. Das kann
ganz einfach damit beginnen, dass ich mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahre.
... Doch auch die Ressourcennutzung ist entscheidend. So
werden beispielsweise im peruanischen Amazonien große Wasserkraftwerke gebaut,
die eine riesige Fläche des Regenwaldes zerstören, um den in der Umgebung ansässigen
Aluminium-Fabriken Strom zu liefern; Aluminium, das u.a. wir Europäer wiederum
importieren.
... Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die
viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern!
Silvia Dörr und Anna Enders haben diesen Text verfasst und bei dem Seminar der informationsstelle peru e.V. vom 8.-10. April 2011 in Köln teilgenommen.
"Dreck weg!" - Wir ergreifen die Initiative
Motiviert durch das Projekt zur ökologischen Bewusstseinsbildung unserer Partnergruppe „Kushkalla Purisun“, wollten auch wir hier in Deutschland aktiv werden und ein Zeichen setzen!
Aus diesem Grund haben wir beschlossen an den diesjährigen Karlsruher Dreck-Weg-Wochen teilzunehmen, die vom Amt für Abfallwirtschaft organisiert werden.
Am 7. Mai 2011 haben wir – Mitglieder der KHG/von GuPI – uns morgens um 10 in der KHG getroffen. Nach einer kleinen Stärkung und auffällig gekleidet mit grünen KHG-T-Shirts haben wir uns dann auf den Weg gemacht, um in einigen Straßen der Südweststadt den Müll auf den Straßen zu sammeln. Dabei wurden wir mehrfach von Passanten angesprochen, die uns positive Rückmeldungen bezüglich unseres Engagements gegeben haben. Nach getaner Arbeit waren wir zufrieden mit dem sichtbaren Erfolg unserer Mühen. Allerdings ist uns an dem Tag bewusst geworden, wie viel Dreck/Müll auch bei uns auf den Straßen liegt, wenn man die Augen aufmacht und bewusst darauf achtet.
Insgesamt war es für uns eine rundum gelungene Aktion!
Franziska John über die Erfahrungen beim "Dreck-Weg-Tag" am 7. Mai 2011.







