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KirUm: Hintergrundinformationen

Was ist Umweltmanagement?
Ein Umweltmanagementsystem ist ein «Managementsystem einer Organisation, in dem die Zuständigkeiten, Verhaltensweisen, Abläufe und Vorgaben zur Umsetzung der betrieblichen Umweltpolitik der Organisation strukturiert festgelegt sind» (Wikipedia). Von der EU wurde hierfür 1993 das Instrument EMAS entwickelt, mit dessen Hilfe Unternehmen ihr Umweltmanagement durchführen können. Umweltaspekte sind dabei z.B. der Energieverbrauch, Emissionen, Abfall und Abwasser, aber auch indirekte Faktoren wie Lebensdauer von Produkten, Verwaltungs- und Planungsentscheidungen oder Verhalten von Auftragnehmern.
Was ist kirchliches Umweltmanagement?
Für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen wurde ein spezielles Umweltzertifikat nach EMAS entwickelt, das an deren Bedürfnisse angepasst und weniger aufwendig ist als das Pendant für Unternehmen. Schritt für Schritt soll durch die Einführung des Kirchlichen Umweltmanagement (kurz: KirUm) die Schöpfung entlastet und der Haushalt konsolidiert werden, in dem klare Verantwortlichkeiten und Ziele benannt und Abläufe und Organisationen verbessert werden. Dabei wird die Gemeinde durch erfahrene Umweltauditoren und umfangreiche Materialien (z.B. Handbuch, Messgeräte) unterstützt.

Kirchliches Umweltmanagement in der KHG
Die KHG Karlsruhe hat sich im Sommer 2010 mit der Gründung eines Umweltteams und dem Beschluss des Gemeinderates dazu entschlossen, ein Bistum KirUm einzuführen. Die Idee dazu entstand im Arbeitskreis Eine Welt. Unterstützt werden wir dabei von der Evangelischen Landeskirche in Baden, die Mitglied im Projekt «Grüner Gockel» ist. Im Bistum Freiburg ist die KHG die erste Gemeinde, die diesen Schritt geht und wird dabei seitens des Bistums tatkräftig unterstützt.
Ablauf und weitere Informationen
Das KirUm besteht aus zehn Schritten. Zunächst wird die Einführung beschlossen, dann folgt eine Auftaktveranstaltung. Die folgenden Schritte sind: Formulierung der Umweltleitlinien, Bestandsaufnahme (kontinuierliche Erfassung), Aufstellen eines Umweltprogramms, Überführung in ein Umweltmanagementsystem und die Umweltbetriebsprüfung. Alle vier Jahre wird eine Umwelterklärung abgegeben, wird diese validiert und schließlich zertifiziert.






